SV Antonsthal 1950

Volleyball

Am 19.12. 1986 wurde in Antonsthal die Turnhalle der damaligen H. Heine - Oberschule fertig gestellt. Am 15.1.87 fand das Einweihungsspiel durch die Volleyballer aus Erla-Crandorf statt. In der Erlaer Mannschaft spielten damals fünf Antonsthaler. Diese fünf Spieler gründeten  im März 1987 die Abteilung Volleyball in der BSG Papierfabrik Antonsthal, das waren Lutz Spalteholz, Steffen Pammler, Jürgen Kühn, Andreas Grüner und Jörg Ziegert. Seit langer Zeit gab es jetzt im Ort wieder eine Spielsportart. Es setzte ein wahrer Volleyball-Boom ein. Bis zu 40 Interessenten kamen zum Training. An „Persönlichkeiten“ spielten mit: Zwei ehemalige Bürgermeister, der ehemalige ABV, sechs Lehrer, zehn Arbeiter/Ingenieure der Papierfabrik, darunter fünf Gemeindevertreter. Mit der Zeit beruhigte sich der Ansturm, es blieben aber immerhin noch 24 aktive Spieler übrig.

In der Saison 1987/88 starteten  die Antonsthaler mit einer Mannschaft in den Punktspielbetrieb und belegten in der Kreisklasse auf Anhieb den 3. Platz.  Im folgenden Jahr kamen noch zwei Mannschaften dazu. Mit der Zeit änderte sich die Struktur der Mannschaften. Die 1.Mannschaft blieb der Leistungsträger, in der 2. Mannschaft spielten im Wesentlichen die „Alten Herrn“, die 3. Mannschaft war dem Nachwuchs vorbehalten.

1989 gab es nicht nur politische Veränderungen auch im Sportbereich bewegte sich etwas. Wie in vielen Vereinen verließen auch in Antonsthal aus Existenzgründen viele Sportler den Ort und somit den Verein.

Die Folge war, dass  nur noch zwei Mannschaften im Punktspielbetrieb standen. Trotz des substanziellen Verlustes erreichte der Volleyball in Antonsthal seine erfolgreichsten Jahre. So wurde man 1992 Kreismeister (ungeschlagen und ohne Satzverlust). 1994 wurde der BFS-Bezirkspokal gewonnen und seit Jahren spielte die 1. Mannschaft in der höchsten Spielklasse des Westerzgebirges.

In den folgenden Jahren kam es zur weiteren Entwicklung im Antonsthaler Volleyball. So rückten die Jugendspieler in die 1. Mannschaft auf, es konnten noch zwei Jugendmannschaften gebildet werden und 2003 war die erste Damenmannschaft am Start. In der Saison 2004/05 hatte Antonsthal sechs Mannschaften im Punktspielbetrieb des VSKE.

Durch mehrfaches Training in der Woche (bis 3x) verbesserte sich die Spielqualität aller Mannschaften -  was sich im Gewinn diverser Titel zeigte:

10 x Regionalmeister: im Zeitraum von 2004 bis 2014

 9 x Regional-Pokal:  Im Zeitraum  von 2003 bis 2015

 6 x BFS – Bezirkspokal   

 1 x Sachsenpokal und

 2 x Deutscher Vizemeister und

 1 x Deutscher Meister

Freiberg-Silizium-Pokal:  4 x gewonnen

Reichenbacher- Turnier:  4x gewonnen

Mitternachtsturnier Breitenbrunn: 4 x gewonnen

Die letzten drei Turniere gibt es nicht mehr. Dafür „erfanden“ die Antonsthaler Volleyballer den „Raachermannl-Pokal“, der in diesem Jahr zum 23.Mal in Zusammenarbeit mit dem Albernauer SV durchgeführt wurde.

2007 und 2011 konnte Antonsthal den Pokal gewinnen, ein Sieg ist hier schwer, da von der Kreisklasse bis zur Sachsenliga Mannschaften vertreten sind.

Mit viel Eigenleistung und vielseitiger Unterstützung bauten die Antonsthaler 2006 einen Beach- Doppelplatz in der Nähe der jetzigen Grundschule Antonsthal, der natürlich im Sommer rege genutzt wird.

Am 19.und 20.August 2017 findet dort aus Anlass des 30.jährigen Jubiläums zwei Beach-Turniere statt.

Leider ging die Spielerzahl des SV Antonsthal kontinuierlich zurück, so dass zurzeit noch eine schlagkräftige  Herrenmannschaft besteht. Da alle Spieler ins Berufsleben eingebunden sind und teilweise im Schichtbetrieb arbeiten, bestehen immer Schwierigkeiten zum Training und Spiel alle Spieler zusammen zu bekommen. In der kommenden Saison startet wieder eine Mixmannschaft in den Punktspielbetrieb. Trotz der Widrigkeiten – Nachwuchs fehlt im Ort - halten wir als kleinster Volleyballort im VSK-Erzgebirge stolz die Volleyballfahne hoch und pünktlich zum 30.Jubiläum wurde die Herren zum 11x Regionalmeister.

 

Besonderheiten und Funny Facts: 

6 x erreichte Antonsthal das Double  (Regionalmeister + Regional-Pokal)

Zu den Deutschen Meisterschaften mussten wir immer erklären, wo Antonsthal eigentlich liegt.

Die Durchschnittsgröße  der A-Mannschaft war immer größer als die der Gegner, begründet wurde das von uns mit der Strahlung im Erzgebirge.

Einziger aktiver „Überlebender“ der Gründungsjahre = L. Spalteholz. Musste noch in der 1. Mannschaft im Alter von 70 Jahren zum Pokalfinale 2015 für ein Spiel einspringen.

Während Antonsthal in den 1980er Jahren Erla-Crandorf mit 5 Spielern unterstützte, spielen jetzt drei ehemalige Crandorfer in Antonsthal.

Nachdem wir in Freiberg den Silizium-Pokal 4x in Folge gewonnen hatten, wurden wir nicht mehr eingeladen.

 

 

 

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